„Literarischer Salon" Musik Tanz und Gesang









Sonntag 19. Aprill 15:00 Uhr

"Tanz im Spiegel der Zeit" -  Forum der Künste

Vortrag und Tanz mit Jutta Voß und Helmuth Stolz


Tanz gab in allen Kulturen zu allen Zeiten - aber mit einer großer Spannbreite in Formen, Rhythmen, mit oder ohne Partner(n) als Selbstzweck oder als Selbstrepräsentation, im Ballsaal oder auf der Bühne. Mein Spezialgebiet sind die überlieferten Tänze aus den Tanzmeister-Quellen vom 15. Jahrhundert bis ca 1900, als sich das Prinzip Führen und Folgen durchsetzte - was wir heute noch von den typischen Gesellschaftstänzen wie Walzer, Foxtrott oder Tango kennen. Bis ins 15. Jahrhundert wurde Tanzmusik vorwiegend vom „fahrenden Volk“ gespielt - und hatte ein entsprechend geringes Ansehen. Erst mit in der Renaissance entwickelte sich zunächst in Italien, dann sich in Europa verbreitend, ein selbstbewusster Berufsstand von Tanzmeistern, die ihren Beitrag zur jeweiligen Festkultur leisteten. Der Höhepunkt der höfischen Tanzkunst war die Zeit am französischen Hofe Ludwigs des XIV., des Sonnenkönigs, der diesen Beinamen einer Ballettrolle verdankte, die er im Alter von 16 Jahren getanzt hatte. Seither ist die Sprache des Balletts Französisch. Die französische Revolution brachte nicht nur große Veränderungen im gesellschaftlichen Gefüge mit sich, sondern auch in der modischen Erscheinung sowie in den Tanzformen. Die weniger aufwändige Kleidung erlaubte nun Bewegungen, wie sie davor mit Reifrock und hohen Perücken nicht möglich waren.Der Vortrag beleuchtet Entwicklungen, zeigt Parallelen auf und macht Zusammenhänge sichtbar - auch ganz konkret mit vorgetanzten Beispielen

Jutta Voß ist Tanzforscherin und Dozentin für Historischen Tanz an der Universität der Künste Berlin, Tänzerin im „Ensemble Historischer Tanz Berlin“ und dessen langjährige Leiterin. Sie hat in mehreren historischen Filmen mitgewirkt die in Kinos und dem Fernsehen ausgestrahlt wurden.



Die Kantorei Roßwein wurde vor mehr als 450 Jahren gegründet. Ihre Hauptaufgabe ist die musikalische Ausgestaltung von Gottesdiensten, aber auch von Konzerten. Derzeit singen 23 Frauen und Männer im Alter von 24-80 Jahren unter der Leitung von Kirchenmusikerin Susanne Röder im Chor mit.




 Sonntag 28 Juni 2026, um 15 Uhr


„ Deutschland und die Sklaverei"            (Forum der Künste)        

Vortrag von Dr. Christopher Geissler

 

Dr. Christopher Geissler wird in seinem Vortrag auf die lebhaften Debatten deutscher Denker und Schriftsteller über die transatlantische Sklaverei und die Abschaffung der Sklaverei im 18. und 19. Jahrhundert eingehen. Fragen der Freiheit, der Freizügigkeit und Zwangsumsiedlung, der Menschlichkeit und der Menschenrechte wurden aus einer Perspektive betrachtet, die in Mitteleuropa verankert, aber wirtschaftlich und intellektuell mit der gesamten atlantischen Welt verbunden war.

 

Dr.Christopher Geissler promovierte an der Universität Cambridge über transatlantische Sklaverei und32 Abolitionismus. Nach Forschungsaufenthalten am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (Mainz) und an der University of Calgary arbeitet er heute im Forschungsmanagement bei einer privaten Stiftung in den USA.



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